Kauf
Alarmanlage ohne Abo: vier Sets ohne Monatsgebühr
Eine aufgeschaltete Alarmanlage ruft eine Leitstelle und rechnet monatlich ab. Eine selbstüberwachte ruft Ihr Telefon und rechnet nichts ab. Der Unterschied ist nicht die Qualität — es ist, wer reagiert, und ob jemand verfügbar ist, wenn die Meldung um drei Uhr nachmittags eintrifft, während Sie in einer Besprechung sitzen. Ohne Leitstelle zählen Notstrom und ein zweiter Weg doppelt: Nur HUXGO nennt für die HXA700 einen Akku (bis zu 22 Stunden) und dazu 4G; TUGARD hat einen 2G-Rückfall, Goliath schickt beim Auslösen ein Bild, X-Sense nennt keinen Mobilfunkweg.
Von Jean-Benoit Buisson
Selbstüberwachung ist bei Funk-Alarmsets für die Wohnung verbreitet, und es lohnt sich, klar zu sagen, was sie ist.
Was beim Auslösen passiert
Eine Sirene ertönt dort, wo sie hängt, und Ihr Telefon bekommt eine Meldung. Das ist die ganze Kette. Sonst wird niemand informiert, und keine Reaktion folgt, außer Sie erzeugen sie.
Warum das meist genügt
Die meisten Alarmanlagen erreichen ihre Wirkung in dem Moment, in dem sie ertönen. Das Haus wird unangenehm zu bewohnen, die Straße weiß, welches Gebäude ruft, und das Ereignis endet. Aufschaltung ändert, was danach geschieht, und nicht, was dann geschieht.
Was statt eines Abos zu regeln ist
Ein Nachbar, der weiß, dass es Ihre Anlage gibt, und eine Nummer von Ihnen hat. Das ist die Reaktion, und sie kostet nichts.
Was im Set zu prüfen ist
Notstrom und ein Mobilfunkweg, denn eine selbstüberwachte Anlage, die Ihr Telefon nicht erreichen kann, hat überhaupt keine Kette.
Eine Schnappschusskamera hilft
Zu wissen, ob es ein Mensch oder eine Katze war, ist das, was Sie davon abhält, umsonst nach Hause zu fahren.
Welches Gerät brauchen Sie?
- Sie wollen kein Abo
- Eigenständige Systeme gibt es, wenn Sie akzeptieren, was sie nicht leisten.
- Niemand kann hinfahren
- Eine Meldung bleibt eine Meldung, und das ist die echte Grenze ohne Abo.
- Sie haben vertrauenswürdige Nachbarn
- Das ist die kostenlose Antwort auf die Einsatzfrage.
- Sie vergleichen Kosten
- Rechnen Sie mehrere Jahre: der Abstand sieht dann anders aus.
Die Wahl nach Einsatzzweck
Abschreckung vor Ort
Die Sirene funktioniert ohne jeden bezahlten Dienst.
Meldung aufs Telefon
Oft enthalten, manchmal aber an einen Dienst gebunden, um vollständig zu bleiben.
Schnappschüsse
Eine Bewegungskamera wie beim Goliath zeigt, ob es ein Mensch oder die Katze war — sofern die Bilder ohne Dienst abrufbar bleiben.
Der Einsatz
Der einzige Punkt, den nichts Kostenloses wirklich ersetzt.
Die Kriterien, auf die es wirklich ankommt
- Was ohne Dienst bleibt
- Die zentrale Frage. Manche Geräte behalten alles, andere verlieren Verlauf und nützliche Benachrichtigungen.
- Der Ereignisverlauf
- Wo die Liste der Alarme liegt: in der Zentrale oder beim Hersteller. Nur was lokal liegt, bleibt, wenn der Dienst endet.
- Wer die Meldung erhält
- Eine Benachrichtigung handelt nicht. Sie hat Wert, wenn jemand in vertretbarer Zeit hinkommt.
- Die Beständigkeit des Herstellers
- Auch ein abofreies Gerät hängt an den Servern des Herstellers, sobald es eine App nutzt.
- Die echten Mehrjahreskosten
- Ein günstiges Gerät mit Abo kostet über die Jahre oft mehr als ein teures ohne.
Welches Kriterium für welchen Einsatz
Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Vor dem Kauf nicht prüfen
- Manche Geräte sind ohne Dienst fast nutzlos, und das steht nicht auf der Verpackung.
- Die Zentrale sichtbar aufstellen
- Eine Zentrale im Flur ist das Erste, was gefunden und ausgesteckt wird. Ohne Abo gibt es keine Leitstelle, die den Abbruch bemerkt — sie gehört außer Sicht.
- Auf eine Meldung ohne Empfänger setzen
- Wenn niemand nachsehen kann, informiert die Benachrichtigung nur über einen Verlust.
- Nur den Kaufpreis vergleichen
- Zwei oder drei Jahre Abo drehen die im Laden gebildete Rangfolge um.
Die Wahl nach Anwenderprofil
- Der Abo-Verweigerer
- Wählt ein eigenständiges System mit Notstrom und Mobilfunkweg und akzeptiert die Einsatzgrenze.
- Die gute Nachbarschaft
- Ersetzt kostenlos genau den Teil, den das Abo verkauft.
- Der häufig Abwesende
- Ist derjenige, für den sich ein Abo am ehesten rechnet, weil eine Meldung allein nicht genügt.
Pflege und Lebensdauer
Ein eigenständiges System hat niemanden, der seine Gesundheit überwacht: kein Dienst meldet Ihnen, dass ein Melder nicht mehr antwortet. Die Batterien der Melder leeren sich still, und eine Zentrale, die seit Wochen warnt, wird irgendwann überhört.
- Lösen Sie jeden Melder einmal aus und prüfen Sie, ob die Meldung auf dem Telefon ankommt.
- Tauschen Sie Melderbatterien nach festem Kalender, nicht erst bei der Warnung.
- Testen Sie Sirene und Notstrom regelmäßig, sonst tut es niemand.
- Halten Sie die Firmware aktuell, auch ohne Abo.
Sicherheit
Eigenständigkeit verlagert die Verantwortung auf Sie.
- Ändern Sie Standardcode und Kontopasswort, gerade ohne Überwachungsdienst.
- Stellen Sie die Zentrale außer Sicht auf: sie ist das Erste, was gesucht wird.
- Hinterlegen Sie bei Ihrer Vertrauensperson einen Schlüssel und den Bedienablauf.
- Montieren Sie nichts, was einen Fluchtweg behindert.
Fragen, die wirklich gestellt werden
Was heißt Selbstüberwachung konkret?
Die Anlage lässt eine Sirene ertönen und schickt Ihnen eine Meldung. Sonst wird niemand informiert, und nichts geschieht, wenn nicht Sie oder jemand, den Sie anrufen, handelt. Das ist eine echte Einschränkung, und sie ist kostenlos.
Reicht eine Sirene für sich allein?
Sie macht das Haus unangenehm zu bewohnen und sagt der Straße, welches Haus ruft — das ist das Meiste, was Alarmanlagen tatsächlich erreichen. Was sie nicht tut, ist jemanden herbeizuholen; dafür braucht es einen eingeweihten Nachbarn, und das zu regeln lohnt sich.
Geht eine Alarmanlage ohne Abo?
Ja, viele funktionieren eigenständig sehr gut. Die Grenze ist nicht technisch, sondern das Fehlen eines menschlichen Einsatzes.
Was verliert man genau?
Bei diesen vier Sets nennt keine der ausgewerteten Herstellerangaben eine Monatsgebühr für Alarm und Benachrichtigung. Cloud-Funktionen wie beim Goliath hängen aber vom Dienst des Herstellers ab: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Verlauf oder Bilder später kostenpflichtig werden.
Was, wenn jemand die Zentrale zerstört?
Dann endet die Kette, sofern die Zentrale nicht vorher gemeldet hat. Deshalb gehört sie außer Sicht und außer Reichweite der Haustür, und die Eintrittsverzögerung ist so kurz wie im Alltag praktikabel.
Ist es unterm Strich günstiger?
Über mehrere Jahre häufig ja. Die Rechnung über zwei oder drei Jahre ergibt eine andere Rangfolge als der Kaufpreis.
Wer sieht nach, wenn die Sirene geht?
Niemand, außer Sie haben es organisiert: ein Nachbar, ein Angehöriger, eine Vertrauensperson mit Schlüssel.
Hängt ein abofreies Gerät trotzdem am Hersteller?
Sobald es eine App nutzt, ja. Am wenigsten abhängig ist eine Zentrale, die Sirene und Bedienteil auch ohne Cloud steuert.