Steinel baut seit Jahrzehnten Bewegungsmelder, und zwei Dinge in diesem Katalog zeigen es: der Außenstrahler XLED ONE S mit 2 050 Lumen aus 18,6 Watt und der Spot XLED Home 2 S mit 1 550 Lumen aus 13,7 Watt.
Panel und Sensor richten sich getrennt aus
Sie wollen in verschiedene Richtungen zeigen. Der Lichtkegel soll den Zugang abdecken; der Sensor soll quer dazu sitzen, denn PIR-Melder erkennen Bewegung quer durch ihr Feld weit besser als Bewegung auf sich zu.
Bei Leuchten, an denen beide an einer Halterung sitzen, ist immer eines von beiden ein Kompromiss. Steinel lässt beides einstellen, und beide Modelle veröffentlichen ihre Erfassungsgeometrie — 180° bis 12 m bei der XLED ONE S, 180° bis 10 m bei der XLED Home 2 S. Eine Reichweite nennen in dieser Rubrik sonst nur Brennenstuhl (10 m) und GRIFEMA (bis 12 m).
Warmes Licht, und warum das eine Sicherheitsfrage ist
Beide Steinel haben 3000 K, das einzige angegebene warme Licht der Rubrik. An einer Hauswand sehen sie nach Leuchten aus und nicht nach Industrietechnik, was bedeutet, dass sie montiert bleiben und die Nachbarn nicht protestieren — und ein Strahler, der nach Beschwerden abgeklemmt wird, schützt nichts.
Der Tausch: Kaltweißes Licht mit 5000 oder 6500 K wirkt bei gleicher Lumenzahl heller. Für die Abschreckung zählt aber vor allem, dass überhaupt Licht angeht, und dass es dort bleibt, wo es hingehört.
Wofür das Geld geht
Beide sind teurer als die markenlosen Leuchten, und mehr Licht liefern sie nicht: Die ONE S liegt mit 2 050 Lumen auf deren Niveau, die Home 2 S darunter. Was Sie kaufen, sind ein getrennt ausrichtbarer Sensor, eine Nachlaufzeit von 8 s bis 35 min und eine Ausführung, die zu einer Hausfassade passt.
Montage und Nachbarn
Richten Sie den Lichtkegel auf das eigene Grundstück und halten Sie die Nachlaufzeit kurz. Ein Strahler, der ins Schlafzimmer des Nachbarn scheint, kann nach § 906 BGB eine unzumutbare Beeinträchtigung sein — gerade hier hilft das getrennt schwenkbare Panel, weil der Sensor den Weg erfassen kann, ohne dass das Licht über die Grenze fällt.
Eine Schutzart nennen die Angaben hier nicht; für eine Wand ohne Überstand lohnt der Blick ins Datenblatt des Herstellers. Den festen Anschluss an die 230-V-Installation übernimmt in Deutschland eine Elektrofachkraft.