Eine Wildkamera mit App soll den Kartenleser ersetzen, und das gelingt nur, wenn die
Verbindung draußen zustande kommt. GardePros Antwort ist, zuerst per Bluetooth zu
koppeln und die Verbindung dann an WLAN zu übergeben — dasselbe Prinzip nutzen in
dieser Rubrik auch die Lutranstra D909 und die
Mucxtaim H3W.
Warum die Kopplung zählt
Dem WLAN einer Kamera von Hand beizutreten heißt, in die Telefoneinstellungen zu gehen,
ein unbekanntes Netz zu finden, die Warnung zu ignorieren, dass es kein Internet hat,
und das Telefon davon abzuhalten, auf Mobilfunk zurückzuspringen. Draußen, in der
Kälte, ist das der mühsamste Teil. Bluetooth nimmt Ihnen diese Schritte ab.
Was sie wirklich unterscheidet
Die 36 LEDs arbeiten bei 940 nm. Das ist nachts für das Auge praktisch unsichtbar,
während 850-nm-Infrarot wie bei D909 und H3W als schwaches rotes Glimmen zu sehen
ist. Für eine Kamera, die nicht auffallen soll, ist das der wichtigere Unterschied.
Der Preis: 940-nm-Licht reicht meist weniger weit, die Nachtbilder werden dunkler.
Die externe Antenne mit hohem Gewinn sorgt dann dafür, dass die Übertragung laut GardePro bis
15 m im offenen Gelände funktioniert statt mit dem Telefon am Gehäuse.
Was sie eintauscht
Video ist 1296p in H.264, das Niedrigste hier: Die anderen Kameras der Rubrik geben
2K bis 5K an. Die Standbilder sind mit 64 MP angegeben, ohne veröffentlichte
Sensorgröße; die Lutranstra D909 und die Mucxtaim H3W hier erreichen dieselbe Zahl mit
einem 5-MP-Sensor — solche Zahlen sind hochgerechnet. Wenn Sie nachträglich in
Video hineinschneiden, ist das die falsche Kamera; wenn Sie Fotografien ansehen, nicht.
Keine monatliche Gebühr
GardePro gibt an, dass die App nichts kostet. Kosten fallen vor allem bei
Mobilfunk-Wildkameras an, die Bilder per SIM-Karte verschicken und dafür einen
Datentarif brauchen. Eine Kamera mit lokaler Verbindung wie diese braucht keinen.
Wo sie filmen darf
In Deutschland darf eine private Wildkamera grundsätzlich nur das eigene Grundstück
erfassen. Waldwege, Feldwege und öffentliche Flächen gehören nicht dazu, und
Datenschutzbehörden haben Wildkameras, die Spaziergänger aufnehmen, mehrfach
beanstandet. Gerade eine Kamera, die nachts nicht leuchtet, sollte so hängen, dass
nur Ihr eigenes Gelände im Bild ist.
Für wen sie taugt
Für Nachtaufnahmen auf dem eigenen Grundstück, bei denen kein Leuchten die Kamera
verraten soll, und für jemanden, der Bilder lieber per App holt als per Kartenleser.
Alle Modelle vergleicht die Rubrik Wildkameras.
Verfügbarkeit
Erhältlich für 67 € bis 75 € in den Amazon-Shops in Deutschland, in Frankreich, in Italien und in Spanien zum Zeitpunkt der Erhebung.
Gelistet, aber ohne Angebot in den USA und in Großbritannien — die Referenz existiert dort, verkauft wird sie derzeit von niemandem.
Preise und Verfügbarkeit sind das, was Keepa am Aktualisierungsdatum dieser Seite gemeldet hat; beides ändert sich.
Die in diesem Text genannten Preise wurden am 11. Oktober 2026 erhoben. Der Live-Preis steht oben auf der Seite.