Zwei Imou-Produkte erscheinen hier, an entgegengesetzten Enden des Katalogs: eine schwenkbare Außenkamera und ein digitaler Türspion. Imou ist die Verbrauchermarke des chinesischen Kameraherstellers Dahua.
Die Kamera
Die S21FEP ist eine WLAN-Kamera mit 2K-Auflösung, 355° Schwenken und 90° Neigen, Farbnachtsicht bis 30 m, Gegensprechen, einer 110-dB-Sirene und IP66; sie speichert auf eine microSD-Karte bis 256 GB, auf einen Rekorder oder in die Imou-Cloud. Sie nennt KI-Personen- und Fahrzeugerkennung ausdrücklich dazu, Auslösungen durch Insekten und bewegte Äste zu filtern — die beiden häufigsten Ursachen der Meldungen, die eine Außenkamera im Sommer unerträglich machen.
Sie hat außerdem zwei Antennen mit einer angegebenen WLAN-Reichweite von 100 m. An einem Nebengebäude oder einem Giebel am anderen Ende eines Grundstücks entscheidet das Signal darüber, ob eine Kamera überhaupt funktioniert, und es steht selten in einer Überschrift. Die 100 m gelten im Freien ohne Hindernis; eine Hauswand dazwischen kostet einen großen Teil davon.
Die automatische Verfolgung folgt einer erkannten Person. Richten Sie die Ausgangsstellung auf das eigene Grundstück und begrenzen Sie den Schwenkbereich, wenn Gehweg oder Nachbargrundstück im Blickfeld liegen — eine private Kamera darf in Deutschland grundsätzlich nur das eigene Gelände erfassen.
Der Türspion
Der VD1 ist der leistungsfähigste Spion hier: 5 MP, 149°, ein 4,3-Zoll-Display innen, ein Kartenslot bis 512 GB, Dualband-WLAN 6 und ein Akku mit 4 800 mAh. Er sitzt in der vorhandenen Spionbohrung — Imou gibt 14 bis 26 mm Bohrung und 35 bis 102 mm Türstärke an. Ist das alte Loch kleiner, muss es aufgebohrt werden; sonst lässt sich der alte Spion beim Auszug wieder einsetzen.
Den Akku gibt Imou mit bis zu fünf Monaten im Standardbetrieb an und mit 7 bis 14 Tagen, wenn der Spion dauerhaft aufzeichnet.
Imou liefert außerdem bis zu vier Maskierungsbereiche, die in der App geschwärzt werden — gedacht für Mehrfamilienhäuser, in denen der Spion auf einen gemeinsamen Flur blickt. Das ist mehr als eine Höflichkeit: Ein Treppenhaus ist kein eigener Bereich, und eine Kamera, die ihn dauerhaft aufzeichnet, verletzt in Deutschland regelmäßig die Rechte der Nachbarn. Ein Bild, wenn es klingelt, oder ein Blick, wenn Sie hinsehen, ist das, wofür ein Türspion da ist. Lassen Sie die Daueraufzeichnung im Hausflur aus, maskieren Sie fremde Wohnungstüren, und fragen Sie im Zweifel Vermieter oder Hausverwaltung, bevor Sie aufzeichnen.
Womit kein Klassifikator fertig wird
Ein Insekt nachts auf dem Objektiv, beleuchtet vom eigenen Infrarot der Kamera. Eine geschützte Montage bringt mehr als jeder Algorithmus.